Gotthardwanderung Sonntag, 16. Oktober

Die Idee war einfach: Wir wandern am Sonntag, 16. Oktober ab Amsteg (UR) in Richtung Biasca (TI). Wir hatten drei Tage Zeit.

Freunde und Bekannte waren eingeladen, mich/uns auf einzelnen Abschnitten oder gar auf dem ganzen Weg zu begleiten. Wandermuffel konnten auch einfach nur zum Nacht- oder Morgenessen dazu stossen oder an der Strecke einen spontanen Apéro-Zwischenposten aufstellen.

Sonntag

Früh um 08.15 Uhr, es war noch halb dunkel, sehr kalt und neblig, da trafen Moni, Chrigi und ich schon am Treffpunkt in Amsteg beim historischen Hotel Sternen Post ein. Die erste Überraschung war keine gute: Das Hotel hatte zwar Licht im Restaurant, war aber geschlossen. Moni rief kurzerhand den Wirt an und bat so um Einlass. Der Wirt war sehr spontan, öffnete die Tür und servierte uns Kaffee.  Er hat sich damit gleich ein paar begeisterte Fans gemacht.

Kurz darauf trafen meine freudig erwarteten Weggefährten,  Philippe, Lukas und Margrith sowie zwei spontane Überraschungsgäste,  Michael und Marianne, ein.

Bald ging es von Amsteg zu Fuss bergauf. Startschuss ist gefallen! – Aufgrund des tiefen Sonnenstands und der hohen Berge sahen wir die Sonne während dem ersten Drittel unserer Tagesstrecke nur an den Berggipfeln stehen. Dementsprechend war es saukalt. Wollkappen waren zugegen, aber die Handschuhe haben gefehlt und wurden bitter vermisst. 

Der Weg führte uns durch das wilde und sehr abwechslungsreiche Tal, zum Teil der Reuss entlang. Die Bauten der immer nahe gelegenen Bahn waren sehr beeindruckend, hingegen war die ebenfalls nahe gelegene Autobahn oftmals etwas störend laut. Nach etwa zwei Stunden überraschte uns Moni mit einem kleinen Käse-, Wurst- und Wein-Apéro. Die Finger sind uns jedoch fast am Becher angefroren.

Hotel Sternen Post
Warten im historischen Speisesaal
Historische Telefonanlage
Toilette im altehrwürdigen Hotel
Die Sonntags-Mannschaft
Brücken unter Brücken
Die Reuss
Apéro-Überraschung
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Kurz nach dem Apéro war es endlich soweit: Wir erreichten die Sonne, und von einem Moment zum nächsten konnte man die warme Kleidung wegpacken und im T-Shirt weitergehen. In Wassen (wir haben die Kirche bestimmt ein Dutzend mal gesehen) haben wir uns im Restaurant ein kleines Mittagessen aus Pilzspätzli, Wildtellern oder Herbstsalaten gegönnt. Anschliessend, mit neuem Schwung, ging es auf die letzte und noch recht anstrengende Etappe nach Göschenen, wo wir uns von Margrith und Lukas verabschiedeten. Wir liessen uns von Moni nach Andermatt fahren, wo wir im Hotel Schwarzen Bären einzogen. Dieses Gasthaus hat nur ganz wenige Zimmer, diese sind jedoch brandneu und geschmackvoll renoviert. Diese Andresse ist für Übernachtung wie auch fürs Abendessen ein toller Geheimtipp.

Alte Post, Wassen
Unser Jahrgang
Ausblick ab Wassen
Abseits von Bahn und Strasse
Abwechslungsreicher Weg
Öfters Weiler mit allerlei Tieren
Andermatt Dorf
Andermatt Kirche
Schwarzer Bär
Schwarzer Bär
Müder Bär
Hungrige Bären
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